Historie


Traditionsschankwirtschaft „Zur Linde“ in Sevelen feiert 

am Samstag, dem 28. April 2012, ab 17.00 Uhr ein große Neueröffnung


Nach vielen arbeitsreichen Stunden hat es das Team um Wilhelm Kuytz mit Hilfe von Sevelener Handwerkern geschafft, den alten und ehrwürdigen Räumlichkeiten ein neues Gesicht zu verleihen. 

In Sevelen, dem Hexenland, haben Gast- und Schenkwirtschaften eine lange Tradition.

Im Jahre 1860 gab es 29 Wirtschaften, 28 Brauereien und 68 Brennereien. Teilweise waren sie mit einer Bäckerei, Metzgerei oder Landwirtschaft verbunden. Heute existieren davon nur noch 3.

Die Gaststätte Juchmes-Hof wurde von Johannes Püttmann gegründet. Tochter Katharina mit Ehemann Hans Esters machten daraus im Laufe der Jahre eine Gastwirtschaft mit Restauration. Heute ist Sohn Hans-Georg der Eigentümer.

Gründer der Gaststätte Zur Erholung in Oermten war Johann Hegmanns. 

Unter der Leitung seiner Enkelin Anna und deren Mann Jakob Fronhoffs wurde hieraus 

ein Speiselokal mit Schankraum. Heute ist es in Händen ihres Sohnes Willi mit 

Ehefrau Antonia.

Im Jahre 1895 kaufte Johann Smeyts die Wirtschaft Auf dem Tomp (Zur Linde)  von Reinhard Weschmann, vorher Schuylen. Das Gebäude war der ehemalige Tomphof, der nach 1429 gebaut worden war. Die Schankwirtschaftsräume und der Saal befanden sich in schlechtem Zustand, so dass es die vordringlichste Aufgabe war, diese in Stand zu setzen.  

In den Jahren 1911 und 1912 wurde auf dem Innenhof ein neues Wohnhaus gebaut. Dadurch konnte man im Altbau genügend Raum zur Vergrößerung der Wirtschaft und des Saales gewinnen. Bereits im Sommer 1912 wurde der vergrößerte Saal von der St. Antonius-Bruderschaft als Festlokal für das große Schützenfest genutzt. Vorher musste immer ein Festzelt aufgestellt werden. 

1939 starb Johann Smeyts und seine Tochter Emma Smeyts übernahm zusammen mit ihrem Ehemann Johannes Baumans das Lokal. Schon früh musste Tochter Adele dort mitarbeiten, Später übernahm sie es zusammen mit ihrem Ehemann Heinz Cremer. Als sie das Lokal 1996 aus Altersgründen an Karl Wilhelm Kuytz verkauften, konnte Adele auf ein halbes Jahrhundert  Schanktätigkeit zurückblicken. Mit dem Verkauf fand eine hundertjährige Familientradition ihr Ende. 

Viele Sevelener Traditionsvereine haben hier im Laufe der Jahre ihre Heimat gefunden. Zu den ersten zählte die St. Antonius-Junggesellen-Bruderschaft. Sie zog 1897 von van Treek in die Wirtschaft Smeyts um. 1909 bildete sich aus der Bruderschaft der Turnverein, 

1923 gründete man in dem Lokal den Knappen-Verein und den Trommler-Korps. 

Sofort nach Gründung des Tischtennisvereins im Jahre 1948 machte Paul Keiser es zu seinem Vereinslokal. 

Aber auch Karl Wilhelm Kuytz hält die Sevelener Tradition hoch. So führt er als Fähnrich seit Jahren die Gruppe der Schwenkfähnriche der Bruderschaft  an und zusammen mit seiner Ehefrau Ulrike wurde er im Jahre 1995 zum Königspaar gekürt. 

Mit seinem neuen Team soll nun am 28. April ein Neuanfang in verändertem Ambiente aber in alter Tradition gestartet werden. 

Von 17 Uhr – 18 Uhr wird Freibier und ein zünftiges Schmankerl ausgegeben, danach kostet ein 0,2 l Glas Bier 1 Euro.





 
 
Zur Linde | Sevelen - Herzlich Willkommen!